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nordwest-zeitung

Das Fahrrad frühlingsfit machen lassen

Bei den Zweiradexperten werden jetzt die Fahrräder fit für den Frühling gemacht. BILD: Walburg Dittrich via Kl-Genie 2.0

Mobilität: Vor der ersten Radtour einen Fahrrad-Check machen – Fachwerkstätten haben die Expertise

Im Frühling möchten sich viele Menschen endlich wieder aufs Rad schwingen. Doch vor der ersten Radtour des Jahres ist ein Fahrrad-Check angeraten, vor allem, wenn das Fahrrad über den Winter in Keller oder Garage stand. Denn: Wer rastet, der rostet. Das gilt auch für Fahrräder. Und wer will schon mitten auf einer schönen Radtour feststellen, dass zu wenig Luft in den Reifen ist oder die Bremsbeläge abgefahren sind?

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Dem kann man vorbeugen, indem man sein Zweirad einmal selbst gründlich unter die Lupe nimmt oder es in der Fahrrad-Werkstatt seines Vertrauens checken und fit für den Frühling machen lässt.

1. Sichtkontrolle

Viele Defekte lassen sich schon erkennen, wenn das Fahrrad gründlich vom Winterschmutz befreit wird. Frisch geputzt lassen sich Risse oder Verformungen am Rahmen, an der Gabel und den Felgenflanken gut erkennen. Auch Lenker, Vorbau, Sattelstütze und Sattel sollten kontrolliert werden. Bei Auffälligkeiten steht ein Besuch in der Fahrradwerkstatt an.

Viele Defekte lassen sich schon erkennen, wenn das Fahrrad gründlich vom Winterschmutz befreit wird. BILD: Walburg Dittrich via Kl-Genie 2.0
Viele Defekte lassen sich schon erkennen, wenn das Fahrrad gründlich vom Winterschmutz befreit wird. BILD: Walburg Dittrich via Kl-Genie 2.0

2. Bremsen

Besonderes Augenmerk beim Frühjahrscheck sollte auf die Bremsen gelegt werden. Bremsklötze müssen getauscht werden, wenn die Querrillen nicht mehr deutlich zu erkennen sind oder sich eine Kante eingebremst hat. Generell sollte sich die Bremse leicht bewegen lassen, sonst müssen die Bremszüge nachgeschmiert werden. Bei hydraulischen Bremsen müssen die Leitungen entlüftet werden, wenn bei maximaler Handkraft weniger als ein Finger zwischen Bremshebel und Griff passt. Zur eigenen Sicherheit sollten Bremsen in der Fachwerkstatt kontrolliert und repariert werden.

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3. Kette

Die Fahrradkette sollte mit einem Tuch von grobem Schmutz befreit und dann von der Innenseite geölt werden. Nicht vergessen den Überschuss an Kettenöl oder Kettenfließfett abzuwischen, um schmierige Hosen zu vermeiden.

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4. Beleuchtung

Scheinwerfer, Rücklicht und Reflektoren sollten gesäubert werden. Die Stecker des Lichtkabels müssen festsitzen. Die Einstellung des Scheinwerfers sollte regelmäßig überprüft werden, um Entgegenkommende nicht zu blenden und die Fahrbahn maximal zu beleuchten. Dass vordere Ende des Lichtkegels muss auf einer dunklen Fahrbahn klar zu erkennen sein. Die richtige Einstellung sollte auch bei batterie- und akkubetriebenen Lichtern eingehalten werden und kann beim Anbringen überprüft werden, denn die Batteriebeleuchtung muss vor jeder Fahrt im Dunklen angebracht werden.

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4. Reifen

Wenn nicht genug Luft im Reifen ist, fährt sich das Fahrrad nicht nur schwerer, die Reifen gehen auch schneller kaputt. Der Mindest- und Maximalluftdruck ist auf den Reifenflanken vermerkt und sollte je nach Fahrbahnbelag und eigenen Gewicht angepasst werden. Ein aufgepumpter Reifen ist eine echte Motivationshilfe. Wie beim Auto ist auch das Reifenprofil wichtig, ist es abgenutzt oder sind größere Risse zu sehen, müssen ein paar neue Reifen her.

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5. Akku

Bei E-Bikes muss zusätzlich der Akku kontrolliert werden. Die Kontakte der Akkuaufnahme am Rahmen müssen auf Korrosion geprüft und bei Bedarf mit einem Tuch gesäubert werden.

Wichtig ist, dass der Akku über den Winter mit einem vom jeweiligen Hersteller beschriebenen Ladestand eingelagert worden ist, dann kann er in der Regel einfach wieder benutzt werden. Sollte sich der Akku nicht mehr rühren, dann heißt es: Finger weg und auf keinen Fall selbst daran herumprobieren, sondern das E-Bike in die Werkstatt bringen.