Die Investition in eine Photovoltaik-Anlage wird für private Haushalte zunehmend relevant: Steigende Energiepreise kombiniert mit einem wachsenden Bewusstsein für nachhaltiges Handeln machen die Form der selbstständigen Stromerzeugung zu einem echten Gewinn fürs Haushaltskonto und die Umwelt. Dabei kann der Solarstrom nicht nur selbst genutzt werden, vorhandene Überschüsse lassen sich auch gegen eine Vergütung ins Netz einspeisen.
Klassische Einspeisung nicht mehr attraktiv
Doch gerade die klassische Einspeisung erweist sich aufgrund jüngster Entwicklungen als unattraktiv: Denn nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) erhalten Haushalte für eingespeisten Strom aktuell nur etwa 7,8 Cent/kWh, während bezogener Haushaltsstrom je nach Anbieter 30 bis 40 Cent/kWh kostet. Deutlich rentabler ist es daher, den PV-Strom vollständig selbst zu nutzen.

Eine Solarterrasse, ein Solarbalkon oder ein Solarzaun zum Beispiel machen in Kombination mit einem Speicher genau das möglich. Als elegante Terrassenüberdachung bringt sie modernes Design, einen komfortablen Aufenthaltsraum im Freien und eine clevere Energiegewinnung mühelos zusammen. Möglich machen das integrierte Premium-Solarglasmodule „Made in Germany“, die das Sonnenlicht effizient in direkt nutzbaren Strom für Haushaltsgeräte, Wallbox, Pool oder Wärmepumpe umwandeln. Entstandene Überschüsse lassen sich im optionalen Speicher sichern und einfach später abrufen, wodurch der Eigenverbrauch deutlich steigt und die Abhängigkeit von hohen kWh-Preisen der Betreiber sinkt.
Indach-Solarsysteme werden beliebter
Dächer mit Photovoltaikmodulen gehören längst zum gewohnten Bild. Am weitesten verbreitet sind Aufdach-Systeme. Indach-Lösungen werden jedoch zunehmend beliebter, da sie eine homogene, optisch ansprechende Dachfläche ermöglichen, für die keine Aufdach-Schienensysteme erforderlich sind. Das Energiedach von „Erlus“ zum Beispiel ist solch ein Indach-Photovoltaiksystem, das Stromerzeugung und Dachfunktion zusammenführt und perfekt mit moderner Architektur harmoniert. Es wurde speziell auf den Level RS abgestimmt – einen regensicheren Glattziegel, der für flach geneigte Dächer entwickelt wurde. Wie der Level RS weisen auch die PV-Module eine klare, kantige Form sowie eine tiefe Ringverfalzung mit dreifachem Kopf- und Seitenfalz auf. Dank dieser formtechnischen Besonderheit wird der Niederschlag auf der gesamten Dachfläche perfekt abgeleitet, Dachziegel und PV-Modul sind über die 3-fache Verfalzung sauber und regensicher miteinander verbunden. Die Verlegung und mechanische Befestigung der einzelnen Module erfolgt ähnlich wie bei Dachziegeln: Sie werden verschraubt, verklammert und zusätzlich mit einem rückseitigen Haken fixiert. Das sorgt für hohe Windsogsicherheit. Da sowohl das gehärtete Solarglas als auch der Level RS bis zu vier Zentimeter großen Hagelkörnern standhalten, erreicht das Energiedach die geprüfte und im Hagelregister eingetragene Hagelwiderstandsklasse (HW) 4. Es ist bruchsicher, widerstandsfähig und langlebig und eignet sich nicht nur für Neubauten, sondern auch für Dachsanierungen.
Solarsysteme auf Flachdächern
Flachdächer bieten flexible Installationsmöglichkeiten und einfache Wartungsmöglichkeiten für Solaranlagen – und damit die idealen Voraussetzungen für die Aufstellung von Solaranlagen. Bei der Auswahl der Materialien für den Dachaufbau gilt es, einiges zu beachten. Die Bedachung wird durch das Gewicht der Solaranlage, die Windkräfte und das regelmäßige Begehen, etwa bei Wartungsarbeiten, stark belastet. Damit keine Schäden auftreten, muss die Wärmedämmung dauerhaft druckfest sein.
In der neuen DIN 18351-3 Teil 3 „,Nicht genutzte und genutzte Dächer – Abdichtungsbauarten, Ausführung und Details“, die für die Planung und Ausführung von Flachdächern maßgebend ist, wird beschrieben, welche Dämmstoffe für Solardächer geeignet sind. Um Schäden zu vermeiden, müssen bei weichen Dämmstoffen, wie zum Beispiel Mineralwolle, Lastverteilschichten ober- oder unterhalb der Abdichtung bereits bei der Montage angeordnet werden.
