Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 22. August, feiert das Evangelische Seniorenzentrum an der Posener Straße 41 die Einweihung seines neuen Anbaus. „Mit dem neuen Anbau schließen wir eine Versorgungslücke im Pflegebereich, zumal die Anfrage nach Kurzzeit- und Verhinderungspflege groß ist“, sagt Einrichtungsleiter Uwe Wessels.
„Ziel dabei ist es nicht, den Weg in die stationäre ‚Dauerpflege‘ zu finden, sondern den Weg zurück in die eigene Häuslichkeit.“ Denn nicht jeder, der eine kurzzeitige pflegerische Versorgung benötige, müsse dauerhaft ins Heim. Kurzzeitpflege sei eine gute Lösung, denn sie könne in Anspruch genommen werden, wenn die Pflege und Versorgung des Pflegebedürftigen im eigenen Zuhause wegen Krankheit oder Krankenhausaufenthalt kurzfristig nicht möglich sei, so Wessels weiter.
Am Tag der offenen Tür von 11 bis 17 Uhr erhalten Interessierte die Möglichkeit, die neuen, großzügigen Räumlichkeiten in Augenschein zu nehmen und sich aus erster Hand über die Details der Kurzzeit- und Verhinderungspflege zu informieren. „Nach der Kurzzeitpflege kann in der Regel die pflegerische Versorgung wieder im eigenen Zuhause möglich sein“, erklärt Uwe Wessels. „Hilfreich und ratsam kann dann auch die Inanspruchnahme der Tagespflege sein. Wer zu Hause gut versorgt wird, sollte sich unbedingt über das Angebot der Tagespflege informieren, zumal es eine wertvolle Ergänzung ist, die hier im Hause schon lange angeboten wird.“
Neben vielen Informationen können sich die Gäste auch auf ein buntes Programm am Tag der offenen Tür freuen. Die Veranstaltung beginnt mit einer Feierstunde und einem Einweihungs-Gottesdienst.
Danach gibt es Hausführungen und auch interne Beratungen werden an diesem Tag selbstverständlich angeboten. Zudem wird mit einem bunten und farbenfrohen Rahmenprogramm die Angebotsvielfalt des Hauses präsentiert. Sowohl musikalisch als auch kulinarisch wird es viele Höhepunkte geben. Eine „Grüne Tombola“ und viele kleine Attraktivitäten runden das bunte Programm ab. Sowohl der Vorstand des Hauses – vertreten durch Pfarrer Rainer Ewald – als auch der Heimleiter Uwe Wessels und sein starkes Team freuen sich darüber, mit Gästen und Bewohnern des Hauses den Tag der Einweihung zu feiern.

Erst vor zwei Jahren wurde im Evangelischen Seniorenzentrum Wilhelmshaven das 35-jährige Jubiläum gefeiert. Das Haus wurde 1989 eröffnet und seitdem wurde immer wieder in das Gebäude und das Grundstück investiert. Auch Uwe Wessels konnte als Heimleiter schon viele Akzente im Hause setzen, doch die Einweihung eines Neubaus ist immer ein ganz besonderes und überragendes Ereignis. „Wir sind ein verlässliches und kompetentes Seniorenzentrum und genießen einen guten Ruf in dieser Stadt“, sagt Heimleiter Uwe Wessels. Darüber freuen sich nicht nur die 110 Bewohnerinnen und Bewohner sowie alle Mitarbeitenden, sondern auch der Vorstand des Hauses – allen voran Pfarrer a. D. Rainer Ewald, der als Vorstandsvorsitzender des Ev.-Seniorenzentrums WHV ehrenamtlich tätig ist.
Der ideelle Grundstein für den Bau des Evangelischen Seniorenzentrums an der Posener Straße 41 wurde bereits 1983 gelegt, als auf Initiative der evangelischen Kirchengemeinden und des Kirchenkreises Wilhelmshaven der „Verein Evangelisches Seniorenzentrum Wilhelmshaven e. V.“ gegründet wurde. Dieser Verein ist seitdem Träger des Seniorenzentrums an der Posener Straße. „Eine unserer Hauptaufgaben sehen wir vor allem darin, den letzten Lebensabschnitt der Bewohnerinnen und Bewohner im ‚Evangelischen‘ so lebendig wie möglich zu gestalten“, sagt Uwe Wessels.

Das Gebäude, das seinerzeit vom Wilhelmshavener Architekturbüro Iwersen entworfen und gebaut wurde, strahlt auch heute noch Modernität, Weitläufigkeit und Helligkeit aus und bietet den Bewohnern ein komfortables und schönes Zuhause. Eine gläserne Brücke bildet zusammen mit den Fluren von Neu- und Altbau eine helle Achse durch das gesamte Gebäude. Diese Achse, die jetzt durch den Anbau der Kurzzeitpflege verlängert wurde, bietet dem Betrachter einen Weitblick, der im Zusammenspiel mit der Geborgenheit der Innenhöfe eine Balance zwischen Innen- und Außenwelt schafft. Die Innenhöfe und die an ihnen entlangführenden Flure haben als Bewegungsräume, Gemeinschaftsflächen und Verweilzonen eine zentrale Bedeutung. Jeder Flurbereich ist durchgehend natürlich belichtet und belüftet.
Viele Bewohner loben die Annehmlichkeiten des Hauses, wozu neben dem schon erwähnten Café der eigene Frisör und auch die eigene Wäscherei im Hause gehören. Aber auch viele Haus- und Fachärzte kommen zu den Bewohnern ins Haus – ebenso die Fußpflege, die Logopäden & Therapeuten, der Zahnarzt und die Sanitätshäuser. Nicht zuletzt werden alle Mahlzeiten in der hauseigenen Küche zubereitet.
