Wenn es um zukunftsfähiges Heizen geht, sind innovative Technologien gefragt. Hier kommen moderne Wärmepumpen ins Spiel, die kostenlose Umweltenergie für die Beheizung und Warmwasserbereitung nutzbar machen.
Julian Höner, Geschäftsführer des Wärmepumpenanbieters tecalor, weiß: „Aus einer Kilowattstunde Strom, den die Wärmepumpe als Antriebsenergie nutzt, werden rund drei bis vier Kilowattstunden Heizwärme – effizienter geht es kaum!“
Kein Wunder also, dass die Wärmepumpe im Neubau bereits den Markt bestimmt. Doch auch mit Blick auf den Gesamtmarkt waren Wärmepumpen im ersten Halbjahr 2025 das meistverbaute System. Höner dazu:
„Die Vorstellung, dass Wärmepumpen nur in Neubauten oder perfekt gedämmten älteren Gebäuden funktionieren, ist überholt. Genauso wie das Vorurteil, es brauche immer eine Fußbodenheizung.“ So arbeiten Luft-Wasser-Wärmepumpen von tecalor zuverlässig in Kombination mit Radiatoren und erreichen auch bei einer Vorlauftemperatur von 75 Grad eine gute Effizienz. Es lohnt sich also, jetzt auf eine Wärmepumpe umzusteigen – zumal es für den Wechsel zu zukunftssicheren Heizsystemen aktuell noch großzügige staatliche Förderungen gibt. Im Gegensatz zu Verbrauchern, die an ein kommunales Wärmenetz angeschlossen sind, machen sich Wärmepumpenbesitzer übrigens nicht von einem einzigen Wärmelieferanten abhängig. Wenn sie Solarstrom mit einer PV-Anlage auf dem eigenen Dach erzeugen, werden sie sogar noch unabhängiger von Energieversorgern.
Wärmepumpen im Altbau effizient machen

Wärmepumpen kommen dank ihrer fortschrittlichen Technologie zunehmend auch im Altbau zum Einsatz. Doch insbesondere hier macht sich nach der Installation einer Wärmepumpe oft Ernüchterung breit: Die Stromrechnung fällt unerwartet hoch aus, die Heizung liefert nicht die gewünschte Wärme und die vermeintlich moderne Anlage wird schnell zur finanziellen Belastung.
Häufig gerät dann die Wärmepumpe in die Kritik, obwohl die Ursache meist im unzureichenden Zusammenspiel der Systemkomponenten liegt. Denn um die Effizienz einer Wärmepumpe voll ausschöpfen zu können, ist die Vorlauftemperatur entscheidend. Je niedriger diese ist, desto wirtschaftlicher arbeitet die Wärmepumpe.
Und genau hier liegt häufig das Problem: Klassische Heizkörper in Altbauten sind meist auf hohe Temperaturen ausgelegt. Ein Betrieb mit niedrigen Vorlauftemperaturen führt dann zwangsläufig zu Leistungseinbußen oder erhöhtem Energieverbrauch. Die Folge: Systeme, die theoretisch effizient sein könnten, werden schnell zu echten Stromfressern und somit zur Kostenfalle. Auf den ersten Blick scheint für viele eine Fußbodenheizung die Lösung darzustellen. Doch der Umbau ist teuer, zeit- und arbeitsintensiv und in vielen Bestandsbauten schlichtweg kaum praktikabel.
Eine sinnvolle Alternative bieten Niedertemperatur-Heizkörper, wie jene von Olymp. Speziell für den Betrieb unter 40 °C ausgelegt, ermöglichen sie eine effiziente Nutzung der Wärmepumpe ohne umfassende Sanierungsmaßnahmen. Unterschiedliche Baugrößen und flexible Anschlussmöglichkeiten machen in vielen Fällen sogar einen direkten Austausch bestehender Heizkörper möglich.
Das spart Zeit, Aufwand und Nerven – und macht eine Nachrüstung auch im laufenden Betrieb möglich. Wer also im Bestand auf den Einbau einer Wärmepumpe setzt, sollte demnach nicht nur die Wärmepumpe, sondern das Gesamtkonzept – sprich: das Zusammenspiel aller Komponenten – auf dem Schirm haben. Denn erst wenn Wärmeerzeugung und Wärmeabgabe aufeinander abgestimmt sind, kann das System effizient arbeiten.
epr
