Während der Urlaubszeit häufen sich wieder die Meldungen: Unfälle wegen geplatzter Reifen, Staus durch liegengebliebene Fahrzeuge. Mit ein bisschen Vorbereitung wäre das nicht passiert.
Rezepte gegen Stress auf der Urlaubsreise gibt es genügend: Hauptreisetage meiden, rechtzeitig losfahren, Strecken realistisch planen, genügend Pausen machen. Es wird aber oft vergessen, das Auto richtig vorzubereiten. Denn wenn es auf der Fahrt in den Streik tritt, geht der Stress erst richtig los. Mit einem schnellen Urlaubs-Check lässt sich das vermeiden.
1. Reifendruck: Sollte für die Fahrt in die Ferien entsprechend der Beladung angepasst werden. Werte stehen in der Bedienungsanleitung und meist auch auf Stickern am Fahrzeug in Türausschnitt oder Tankklappe.
2. Bereifung: Auch den Zustand der Reifen überprüfen lassen. Schnitte oder eingedrungene Gegenstände wie Nägel im Profil können auch später noch Luftverlust oder sogar ein Platzen des Reifens verursachen.
3. Motoröl: Das Lebenselixier des Triebwerks sollte auf Maximum aufgefüllt werden. Aber nicht darüber, das ist genau so schädlich wie zu wenig Öl. Liegt der letzte Ölwechsel schon lange zurück oder ist bald fällig, besser noch vor der Reise wechseln lassen. Verbraucht der Motor etwas Öl, einen Liter mit der richtigen Freigabe mitnehmen, das erspart die Suche danach am Urlaubsort.
4. Wasser: Das Kühlwasser sollte bei kaltem Motor mindestens bis zur Minimum-Markierung reichen. Fehlt etwas, am besten die Werkstatt zu Rate ziehen. Denn moderne Motoren sind heikel, was ihr Kühlmittel betrifft.
Und die Scheibenwaschanlage nicht vergessen: Sie sollte mit einem guten Sommerreiniger gegen Insektenschmutz befüllt sein.

5. Beleuchtung: Einmal Scheinwerfer und Leuchten einschalten und alle Funktionen prüfen. Für Scheinwerfer und Signalleuchten mit Halogenlampen sind in manchen Urlaubsländern Ersatzlampen an Bord vorgeschrieben, zum Beispiel in Kroatien. Auch der Verbandkasten darf noch nicht abgelaufen sein.
6. Durchblick: Dass speziell die Frontscheibe öfter von anhaftenden Insekten gereinigt werden muss, dürfte selbstverständlich sein. Aber auch von innen legt sich mit der Zeit ein Film aufs Glas, der im Gegenlicht bei tief stehender Sonne gefährliche Blendung erzeugt. Dagegen helfen ein guter Glasreiniger und eine Rolle Küchenkrepp.
6. Durchblick: Dass speziell die Frontscheibe öfter von anhaftenden Insekten gereinigt werden muss, dürfte selbstverständlich sein. Aber auch von innen legt sich mit der Zeit ein Film aufs Glas, der im Gegenlicht bei tief stehender Sonne gefährliche Blendung erzeugt. Dagegen helfen ein guter Glasreiniger und eine Rolle Küchenkrepp.
Abschließend ein Blick auf die Wischergummis: Ziehen Sie den Wasserfilm noch sauber ab? Wenn nicht, besser in einen Satz neuer Wischer investieren.
7. Klimaanlage: Wie lange liegt der letzte Check zurück? Jede Anlage verliert permanent Kältemittel, bis zu zehn Prozent jährlich. Wird der Mindestdruck unterschritten, schaltet die Anlage ab. Blöd, wenn das unter südlicher Sonne passiert.
8. Batterie: Hat sie schon fünf oder sechs Jahre auf den Zellen, sollte die Werkstatt sie prüfen. Zwar muss sie bei warmem Wetter weniger leisten als etwa im Winter. Alte Akkus neigen aber zum sogenannten Zellenschluss und damit zu einem möglichen Totalausfall. Dann macht Vorsorge mehr Sinn als der drohende Austausch am Urlaubsort.
Gerade bei älteren Fahrzeugen ist es ratsam, vor größeren Reisen einen Urlaubscheck in der Werkstatt zu vereinbaren. Die Werkstatt-Profis schauen dann auch unter das Auto und prüfen, ob alle Komponenten von Antrieb, Fahrwerk und Bremsen noch fit genug sind für die lange Fahrt.
So bleibt die Klimaanlage fit
Pflege - Regelmäßige Wartung spart letztendlich Geld
Nahezu jedes Auto besitzt heute eine Klimaanlage. Die funktioniert meist jahrelang völlig problemlos. Bis die kühle Brise plötzlich ausbleibt. Woran kann das liegen? Die Klimaanlage hat sich vom teuren Luxus-Extra zum Allgemeingut entwickelt, selbst Kleinwagen sind häufig serienmäßig damit ausgerüstet. Und in der Regel produziert sie zuverlässig kalte Luft – bis sie irgendwann nicht mehr funktioniert. Woran das liegt? Eine Klimaanlage besteht aus einer Menge Bauteile, die allesamt mit Schläuchen sowie zahlreichen Dichtungen miteinander verbunden sind und unter hohem Druck stehen. Der beträgt bis zu 15 bar – das Siebenfache eines Autoreifens. Und wie die Luft aus einem Reifen entweicht, entweicht mit der Zeit auch das Kältemittel aus der Anlage. Über den Daumen rund zehn Prozent jährlich, irgendwann ist die Anlage also leer. Das Problem: Mit dem Kältemittel verschwindet auch das Öl, das den Klimakompressor schmiert. Und damit der nicht kaputtgeht, wird die Anlage beim Unterschreiten eines bestimmten Drucks abgeschaltet. Dann kühlt sie nicht mehr, aber die normale Funktion des Lüftungsgebläses bleibt erhalten.
Nun fragt man sich, weshalb die Prüfung der Klimaanlage nicht im Rahmen der Fahrzeugwartung erfolgt. Tatsächlich schreibt das kein Autohersteller vor. Weshalb es nicht schaden kann, sich selbst darum zu kümmern. Wer bei einem neuen Fahrzeug zum ersten Mal nach drei Jahren bei seiner Werkstatt eine Klimaanlagen-Wartung in Auftrag gibt, ist auf der sicheren Seite und muss im Sommer nicht schwitzen, weil das Kühlaggregat plötzlich den Dienst verweigert. Danach sollte man dies alle zwei Jahre wiederholen, so bleibt die Klimaanlage lange fit. Die Kosten? Ab 100 Euro. Es gibt auch billigere Angebote, aber dann wird nur geprüft, ob die Anlage überhaupt arbeitet, und im besten Fall noch der Druck gemessen. Oder es wird nur eine Dose Desinfektionsmittel über den Verdampfer gesprüht. Das tötet zwar Keime und anschließend riecht die Luft eine Weile wunderbar frisch, hat aber keinen Einfluss auf Kühlwirkung und Lebensdauer der Anlage. Bei einer korrekten Klimawartung hingegen wird die Anlage komplett entleert, der Inhalt gewogen und dann um die gemessene Fehlmenge ergänzt wieder eingefüllt. Nur so kann die Werkstatt sicherstellen, dass auch immer genügend Schmiermittel vorhanden ist und das teuerste Bauteil einer Klimaanlage, der Kompressor, seine bestmögliche Lebensdauer erreicht.
