Diekmannshausen Der Schleuderballplakettenspieltag des TV Schweiburg in Diekmannshausen hat nichts von seinem Reiz in den 102 Jahren verloren. Die nächste Veranstaltung - der 94. Spieltag - steht am Sonntag, 2. August auf dem Sportplatz neben der Kaskade vom OOWV an. Seit 1924, mit Ausnahme der Kriegsjahre 1939 bis 1945, und der Pandemie 2020/21 findet dieser älteste Spieltag des Deutschen Turnerbundes (jetzt 102 Jahre alt) statt. Die Mannschaften kämpfen um den Gewinn der wertvollen handgeschnitzten Eichenplaketten. Der Modus bei den Männern, immer eine Leistungsklasse, wurde vor geraumer Zeit geändert. Das Turnier ist für alle vier Männerklassen ausgeschrieben. Hinzu kommen noch die Jugend-/Schüler-Klassen. Schon seit 1960 wird der Wettbewerb für die C-Schüler angeboten.
20 Mannschaften dabei und freier Eintritt
Die Anzahl der Teams mit jetzt 20 Teams, 13 Männer- und sieben Nachwuchsteams, ist rückläufig. Vor neun Jahren brachten sich 35 Teams ein. Das Zuschauerinteresse ist hier vorhanden. Insgesamt stehen 22 Partien auf dem Zettel, bei denen sich an die 200 Aktiven einbringen. Die Besucher, die sogenannten „Käkler und Mäkler“, tun beim Fachsimpeln ihre Meinungen kund. Erstmals wird kein Eintrittsgeld genommen.
Zuschauertribüne und Kaffeezelt
Für eine gemütliche Atmosphäre sorgt auf dem Platz auch das Kaffee-und-Kuchenzelt seitens des Vereins zum Klönschnack. Eine Zuschauertribüne sorgt für gute Übersicht. Die Partien, zwei Spielfelder sind hergerichtet, beginnen am Sonntagmorgen bereits um 9 Uhr. In der ranghöchsten Leistungsklasse, sind sechs Landesligisten gemeldet, die in zwei Gruppen die Halbfinalgegner ermitteln. Das Finale wird um 18.30 Uhr angepfiffen.


TuS Grabstede ist Titelverteidiger
Titelverteidiger in der Landesliga ist der TuS Grabstede. Die Aufstellung und Tagesform wird den Ausschlag geben. Zu den Favoriten zählen aus der laufenden Punktspielsaison auch der KBV Grünenkamp und der Mentzhauser TV. In der Bezirksliga kämpfen fünf Teams um den Titel. Zwei Mannschaften sind in der Bezirksklasse dabei. Die Kreisklasse entfällt. Im Nachwuchsbereich werden die Altersklassen, D-, E- und F-Jugend ausgespielt.
Hauptfänger sind gefordert
Bei leistungsmäßig gleichwertigen Teams hängt viel von der Tagesform von einem Weiterkommen ab, und wie gut harmoniert die Mannschaft der acht Aktiven mit der ersten Reihe, zweiten Reihe, Hauptfänger und Hinterfänger. Mit dem Hauptfänger „steht oder fällt“ die Mannschaft. Die wurfstärksten Aktiven schaffen hier Schockwürfe um die 35 Meter mit dem 1500 Gramm schweren Ball. Für die jeweils erste Reihe der gegnerischen Mannschaft heißt es, diese Bälle abzufangen, um selbst Raumgewinn zu schaffen. Die besten Wurfleistungen von Schleuderballspielern liegen bei 60 bis 65 Meter, wobei entsprechender Rückenwind eine große Rolle spielt.
