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Energie sparen beginnt an mehreren Stellen

Neue, energieeffiziente Fenster und Türen reduzieren den Energieverlust, verhindern Zugluft und sorgen für ein gleichmäßig angenehmes Raumklima. BILD: Sheerwaterglass

Wie Heizungssanierung und neue Fenster und Türen Kosten spürbar senken

Viele Hausbesitzer fragen sich, wo sie bei einer energetischen Sanierung beginnen sollen – bei der Heizung oder den Fenstern und Türen. Die Antwort lautet: Am besten beides gleichzeitig. Denn nur wenn Heizsystem und Gebäudehülle optimal zusammenspielen, lässt sich Energie wirklich effizient nutzen. Eine funktionierende Heizung ist zwar das Herz eines Hauses, doch erst eine gute Dämmung sorgt dafür, dass die erzeugte Wärme auch dort bleibt, wo sie gebraucht wird. Alte Heizungsanlagen arbeiten häufig ineffizient: Veraltete Kessel, unregelmäßige Wartung oder schlecht abgestimmte Regelungen führen dazu, dass bis zu 30 Prozent der Heizenergie verloren gehen.

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Moderne Systeme wie Brennwerttechnik, Wärmepumpen oder hybride Lösungen aus verschiedenen Energiequellen arbeiten deutlich sparsamer und bieten mehr Komfort und Versorgungssicherheit. Wärmepumpen beispielsweise nutzen kostenlose Umweltwärme aus Luft, Erde oder Grundwasser und arbeiten besonders effizient, wenn das Gebäude gut gedämmt ist. Brennwertheizungen hingegen nutzen zusätzlich die Wärme, die in den Abgasen enthalten ist, und holen so mehr Energie aus demselben Brennstoff heraus.

Energieverlust reduzieren

Doch auch die beste Heizung bringt wenig, wenn kostbare Wärme ungehindert durch alte Fenster und Türen entweicht. In vielen Bestandsgebäuden sind diese Bauteile die größten Schwachstellen der Gebäudehülle. Neue, energieeffiziente Fenster und Türen mit Dreifachverglasung, Wärmeschutzbeschichtung und wärmegedämmten Rahmen reduzieren den Energieverlust um bis zu 80 Prozent, verhindern Zugluft und sorgen für ein gleichmäßig angenehmes Raumklima. Selbst der Schallschutz verbessert sich deutlich – ein Bonus für Menschen, die in belebten Gegenden wohnen.

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Richtig effektiv wird die Sanierung, wenn Hülle und Technik aufeinander abgestimmt sind. Wird zunächst die Gebäudehülle modernisiert, sinkt der Wärmebedarf spürbar, und die neue Heizung kann kleiner dimensioniert werden. Das spart nicht nur Energie, sondern auch bei der Anschaffung und im laufenden Betrieb. Die Kombination aus moderner Heizungstechnik und hochwertigen Fenstern und Türen macht aus einem sanierungsbedürftigen Haus ein zukunftssicheres Energiesparwunder.

Unterstützt wird dieser Schritt durch staatliche Förderprogramme wie die „Bundesförderung für effiziente Gebäude (BEG)“. Sie bieten attraktive Zuschüsse oder zinsgünstige Kredite, die – je nach Maßnahme und Kombination – bis zu 50 Prozent der Investitionskosten abdecken können. Eine qualifizierte Energieberatung hilft dabei, die optimale Reihenfolge der Sanierungsschritte zu planen und die passenden Fördermittel zu sichern.

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Mehr Wohnkomfort

Neben den finanziellen Vorteilen bringt eine kombinierte Sanierung auch spürbare Verbesserungen im Alltag: gleichmäßigere Raumtemperaturen, geringere Feuchtigkeit, weniger Schimmelrisiko und ein deutlich gesteigerter Wohnkomfort. Zudem verlängert sich die Lebensdauer des Gebäudes, und der Immobilienwert steigt erheblich. Der CO₂-Ausstoß sinkt nachhaltig – ein wertvoller Beitrag zum Klimaschutz, der sich auch moralisch richtig anfühlt.

Kurz gesagt: Wer Heizung, Fenster und Türen gemeinsam modernisiert, spart langfristig Energie, senkt laufende Kosten, steigert den Wohnkomfort und macht sein Zuhause fit für die Zukunft – ökologisch, wirtschaftlich und behaglich zugleich.

Von Frank Brüling