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nordwest-zeitung

Ein Grundpfeiler sozialer Gerechtigkeit im Nordwesten

Mitarbeitende in sozialen und Pflegeberufen leisten täglich wertvolle Arbeit - häufig unter herausfordernden Bedingungen – und ermöglichen vielen Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. BILD: DJD

Soziale & Pflegeberufe: Empathie, Fachkompetenz & tägliches Engagement als Schlüssel für Lebensqualität, menschliche Fürsorge & Unterstützung von Kindern, Senioren & hilfsbedürftigen Menschen

Soziale und Pflegeberufe nehmen in unserer Gesellschaft eine zentrale Rolle ein. Sie sorgen nicht nur für das Wohl und die Gesundheit von Kindern, Jugendlichen, älteren sowie hilfsbedürftigen Menschen, sondern halten auch das soziale Gefüge unserer Gemeinschaft zusammen. Zu den sozialen und Pflegeberufen zählen beispielsweise Erzieherinnen und Erzieher, Sozialarbeiterinnen und Sozialarbeiter, Pflegefachkräfte, Altenpflegerinnen und Altenpfleger sowie Heilerziehungspflegerinnen und Heilerziehungspfleger. Gerade in Zeiten des demografischen Wandels und angesichts wachsender Herausforderungen wie Fachkräftemangel und steigenden Pflegebedarf gewinnen diese Berufe weiter an Bedeutung. Mitarbeitende in diesen Bereichen leisten täglich wertvolle Arbeit - häufig unter herausfordernden Bedingungen - und ermöglichen vielen Menschen ein würdevolles und selbstbestimmtes Leben. Ihre Empathie, Fachkompetenz und Einsatzbereitschaft verdienen gesellschaftliche Anerkennung und Wertschätzung.

Unternehmen aus der Region

Zum diesjährigen Internationalen Tag der Pflegenden am 12. Mai forderte der Deutsche Pflegerat einmal mehr die Stärkung der in der Pflege Arbeitenden. Pflegefachleute sind unsere Zukunft. Sie retten Leben, stabilisieren Versorgung, schützen Teilhabe und sind damit ein unverzichtbarer Bestandteil einer demokratischen und sozial gerechten Gesellschaft. Pflege ist auch ein stabilisierender Faktor für Demokratie. Sie begegnet Menschen unabhängig von Herkunft, Einkommen, Alter, Geschlecht oder sozialem Status. Sie schafft Vertrauen dort, wo Menschen verletzlich sind. Sie macht den Sozialstaat konkret erfahrbar - im Krankenhaus, in der Langzeitpflege, in der häuslichen Versorgung, in der Rehabilitation, in der Prävention und in der Primärversorgung.

Langzeitpflege, in der häuslichen Versorgung, in der Rehabilitation, in der Prävention und in der Primärversorgung.

„Pflege ist weit mehr als Hilfe in einer schwierigen Lebenslage. Pflege bewahrt die Würde, Selbstständigkeit und soziale Teilhabe der Menschen. Sie ist ein tragender Teil unseres Sozialstaats“, sagt Christine Vogler, Präsidentin des Deutschen Pflegerats. „Wer Pflege stärkt, stärkt nicht nur ein Berufsbild. Er stärkt das Vertrauen der Menschen in die Handlungsfähigkeit unseres Gemeinwesens.“ Denn Soziale Gerechtigkeit entscheide sich auch daran, ob Menschen im Alter, bei Krankheit, Pflegebedürftigkeit oder Behinderung verlässlich Zugang zu professioneller Pflege haben, so Vogler. „Pflegerische Versorgung ist keine private Glückssache. Sie ist Teil des gesellschaftlichen Sicherheitsversprechens. Wenn Pflege fehlt, verlieren Menschen Halt. Wenn Pflege stark ist, gewinnen Menschen Sicherheit.“

Pflegefachpersonen sind hoch qualifiziert, übernehmen Verantwortung in komplexen Versorgungssituationen und verfügen über Fähigkeiten, die für eine moderne Gesundheitsversorgung dringend gebraucht werden. Trotzdem werden pflegerische Kompetenzen politisch, rechtlich und finanziell noch immer zu eng begrenzt. Der Deutsche Pflegerat fordert: Pflege muss verbindlich in alle relevanten Reformprozesse eingebunden werden. Ihre Kompetenzen müssen gesetzlich erweitert, in der Versorgung nutzbar gemacht und refinanziert werden. Pflege braucht faire Arbeitsbedingungen, gute Bildung, akademische Entwicklung, Selbstverwaltung und echte Mitsprache in den Entscheidungsstrukturen des Gesundheitswesens.