Kannst du mal eben? Welche Frau in der Landwirtschaft kennt diesen Satz nicht? Frauen auf den Höfen sind wahre Multitalente: Sie sind Springerin im Betrieb, Erzieherin, Mutter, Partnerin, Chauffeurin, Chefin, Gärtnerin, Melkerin, Schlepperfahrerin, Köchin, Altenpflegerin, Berufstätige und vieles mehr. Diese Mehrfachbelastung von Frauen in der Landwirtschaft scheint aber nicht nur ein deutsches Phänomen zu sein.
Denn die Vereinten Nationen haben das Jahr 2026 zum Internationalen Jahr der Frauen in der Landwirtschaft ausgerufen – und damit weltweit den Fokus auf die Sichtbarkeit, Wertschätzung und Förderung der vielen Frauen gesetzt, die täglich dazu beitragen, dass die Landwirtschaft funktioniert. Damit wird anerkannt, wie entscheidend Frauen zur Ernährungssicherheit, zur ländlichen Entwicklung und zum Erfolg landwirtschaftlicher Betriebe beitragen – oft ohne dass ihre Leistung im Alltag ausreichend gewürdigt wird.
Wie ist die aktuelle Lage von Frauen in der Landwirtschaft in Niedersachsen? Wo liegen Herausforderungen, Baustellen und Mehrfachbelastungen? Welche Erwartungen gibt es an Politik und Berufsstand?
Auch die Landwirtschaftskammer Niedersachsen (LWK) nimmt dieses Jahr zum Ausgangspunkt, um die Situation von Frauen in der Landwirtschaft greifbarer zu machen und veröffentlicht dazu eine Interview-Reihe mit Landwirtschafts-Experten in den sozialen Medien, stellt auf ihrer Homepage zwölf Landwirtinnen in Kurzportraits vor und organisiert verschiedene Veranstaltungen.
Mit Bildungsangeboten und praxisnahen Impulsen begleitet das Team „Frauen in der Landwirtschaft“ der LWK Niedersachsen die Frauen durch das Jahr 2026. Auch Motorsägenkurse oder Schlepper-Fahrtrainings für Frauen und Seminare für Agrarbüromanagerinnen gehören dazu. Um auf dem Laufenden zu bleiben, lohnt sich ein Blick in den Artikel „Sichtbar. Stark. Unverzichtbar: Frauen in der Landwirtschaft 2026 “ auf der LWK-Website. Hier werden die Veranstaltungen gebündelt und fortlaufend aktualisiert.
