Die Vorbereitungen sind nahezu abgeschlossen: Der Osterfeuerverein Golzwarden ist bereit für den großen Andrang. Mehr als 1000 Besucher werden am Ostersonntag auf dem Gelände an der Raiffeisenstraße erwartet, wo das traditionelle Osterfeuer entzündet wird.
Los geht es um 19.30 Uhr mit dem Fackelzug. Die Kinder treffen sich zunächst an der Golzwarder Grundschule, wo sie ihre Fackeln erhalten. Begleitet vom Musikzug Rodenkirchen zieht der Zug anschließend gemeinsam zum Osterfeuerplatz. Dort wird der aufgeschichtete Sträucherhaufen feierlich entzündet.
Farbenprächtiges Feuerwerk am Abendhimmel
Ein weiteres Highlight des Abends ist das große Feuerwerk. Nach Einbruch der Dunkelheit erleuchtet es den Himmel über Golzwarden und sorgt für ein eindrucksvolles Spektakel. Für das leibliche Wohl der Gäste ist ebenfalls gesorgt: Getränke und Speisen stehen in ausreichender Auswahl bereit.
Tage intensiver Vorbereitung
Hinter den Mitgliedern des Osterfeuervereins liegen arbeitsreiche Tage. Zahlreiche Sträucher wurden in den vergangenen Wochen gesammelt und sorgfältig aufgeschichtet. Doch die Arbeit begann nicht erst am Ostersonntag: Bereits ab Gründonnerstag waren die Vereinsmitglieder erneut im Einsatz.
Grund dafür ist eine aktualisierte Vereinbarung mit den Osterfeuer-Veranstaltern aus Strückhausen, Esenshamm, Oldenbrok und Schwei und Rüdershausen.

Der „Fahnenklau“ als besondere Tradition
Im Mittelpunkt dieser Vereinbarung stehen die Regeln für den sogenannten „Fahnenklau“. Zwischen Gründonnerstag und Ostersonntag – jeweils in der Zeit von 20 bis 6 Uhr – können teilnehmende Gruppen versuchen, die über dem Osterfeuer gehisste Fahne eines anderen Veranstalters zu stehlen.
Gelingt dies nach den festgelegten Regeln, muss der betroffene Verein den „Dieben“ ein Grillfest inklusive mindestens 50 Litern Freibier ausrichten. Bei dieser Gelegenheit wird die Fahne schließlich zurückgegeben.
Nächtliche Wachen und geheime Pläne
Für den Osterfeuerverein Golzwarden bedeutete das: Bereits in den Nächten vor Ostersonntag mussten Fahnenwachen organisiert werden, um die eigene Fahne zu schützen.
Ob die Golzwarder ihrerseits Teams für einen Fahnenklau bei anderen Veranstaltern aufgestellt haben, bleibt – ganz traditionsgemäß – ihr wohlgehütetes Geheimnis.
