Wesermarsch – In ländlichen Regionen wie der Landkreis Wesermarsch ist und bleibt das Auto die Grundlage für Mobilität. Rund 70.000 zugelassene Fahrzeuge, davon 55.000 Pkw's, sind ein deutlicher Beweis dafür. Angesichts dieser Zahlen hat die Kraftfahrzeugbranche eine besondere Bedeutung. Bei der Wahl der Werkstatt für Inspektionen, Wartungen und eventuelle Reparaturen spielt das Vertrauen eine große Rolle.
Im Landkreis stehen 53 der Kfz-Innung Wesermarsch angeschlossene Meisterbetriebe für handwerkliche Qualität und fundierte automobile Expertise. Sie arbeiten nach anerkannten Standards und setzen auf qualifiziertes Personal. Sie gewährleisten eine fachgerechte Wartung und Instandsetzung sicherheitsrelevanter Bauteile.
Transparente Beratung

„Regelmäßige Wartung sowie fachkundige Reparaturen durch die Wahl einer Meisterwerkstatt erhöhen Verkehrssicherheit sowie Lebensdauer der Fahrzeuge und helfen, kostspielige Hauptuntersuchung-Nachprüfungen zu vermeiden“, rät Innungsobermeister Sven Placküter. Dies sei insbesondere aufgrund des Trends eines alternden Fahrzeugbestandes sehr wichtig.
Aufgrund der immer komplexer werdenden automobilen Technik werde das Vertrauen in eine Werkstatt nicht nur durch faire Preise und Qualität, sondern auch durch Transparenz bestimmt. Dafür sei eine kompetente Beratung und offene Kommunikation mit den Kunden über die von der Werkstatt empfohlenen Maßnahmen erforderlich, so Sven Placküter.
Die zunehmende Technik im Auto ist für viele Besitzer ein Buch mit sieben Siegeln und hat zu einem Umbruch im Kfz-Werkstattsektor geführt, getrieben durch Digitalisierung, E-Mobilität und EU-Vorgaben. Komplexe Assistenzsysteme und neue Antriebsarten machen spezialisiertes Fachwissen und Investitionen erforderlich. Die Zunahme von Elektround Hybridfahrzeugen macht klassische Verschleißreparaturen (Motoröl, Auspuff) seltener. Werkstätten müssen in Hochvolt-Technik und Diagnose-Tools investieren.
Zukunftssichere Perspektiven
Mit der Technisierung und Digitalisierung in den Fahrzeugen hat sich auch das Berufsbild in den Werkstätten verändert. Aus dem schraubenden und mechanisch arbeitenden Kfz-Mechaniker ist der Kfz-Mechatroniker geworden. Er vereint mechanische Reparaturen und Wartungen mit Elektronik und Informatik, um Diagnosen mittels Laptops sowie Reparaturen von Sensoren, Assistenzsystemen und Elektrik vornehmen zu können.

Obwohl der Beruf des Kfz-Mechatronikers zukunftssichere Perspektiven bietet, herrscht auch in dieser Branche ein Fachkräftemangel, der Betriebe sogar in ihrer Existenz gefährden kann Das betrifft auch Werkstätten in der Wesermarsch, obwohl bei der jährlichen Freisprechungsfeier der Kreishandwerkerschaft die Kfz-Mechatroniker eine der größten Gruppen unter den frischgebackenen Gesellen bilden.
Die Betriebe investieren viel in die Ausbildung des Nachwuchses, denn den Inhabern ist bewusst, dass gut ausgebildete Mitarbeiter ein wertvolles Gut für das Vertrauen der Kunden sind.
