Navigation überspringen
nordwest-zeitung

TÜV NORD Station Emden: Sicher unterwegs mit dem E-Auto

Kümmern sich darum, dass die Fahrzeuge, egal ob Verbrenner oder E-Fahrzeug, verkehrssicher sind: Rolf Janssen, Leiter der TÜV NORD Station Emden, und Florian Ivens. BILD: Heike Goyert

Sicherheitshinweise zu Hochvoltbatterien, Ladekabeln, Bremsenkorrosion und Reifen sowie fachkundige Prüfungen nach Unfällen und Schäden

Batteriebrand, nasse Ladesäule, rostige Bremsscheiben: Rund um die Sicherheit von Elektroautos halten sich einige Missverständnisse hartnäckig. Zugleich gibt es ein paar Eigenschaften, auf die Halterinnen und Halter von Stromern achten sollten. „E-Autos sind nicht grundsätzlich gefährlicher als Verbrenner. Ihre Technik bringt aber Besonderheiten mit sich, die Fahrerinnen und Fahrer kennen sollten. Wer Warnzeichen richtig einordnet und nach einem Schaden genauer hinschaut, kann im Alltag sicher mit seinem Fahrzeug umgehen“, sagt Rolf Janssen, Leiter der TÜV NORD Station Emden.

Batterie: Nach Schäden genauer hinschauen

Die Sorge vor einem Batteriebrand ist weit verbreitet. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass E-Autos häufiger brennen als Benziner oder Dieselfahrzeuge. Im normalen Fahrbetrieb sorgen Sicherheitssysteme dafür, dass die Batterie innerhalb der vorgesehenen Betriebsgrenzen bleibt und überwacht wird. Nach einem Unfall oder hartem Aufsetzen am Batteriegehäuse ist jedoch Aufmerksamkeit gefragt. Wird die Hochvoltbatterie beschädigt und kommt es zu einem Brand, kann sich das Feuer intensiver und über einen längeren Zeitraum entwickeln. „Von außen lässt sich meist nicht zuverlässig beurteilen, ob die Batterie unbeschädigt geblieben ist. Deshalb sollte sie nach einem Schadensereignis fachkundig geprüft werden - zum Beispiel über Diagnoseschnittstellen“, sagt Janssen. So lassen sich etwa Auffälligkeiten beim Zustand einzelner Zellen oder beim Temperaturmanagement erkennen. Auch Warnhinweise gilt es richtig einzuordnen. Nicht jede Meldung ist Grund zur Sorge. Rot leuchtende Anzeigen oder die Aufforderung zum Verlassen des Fahrzeugs sollten dagegen ernst genommen werden - ebenso, wenn sich das Auto nicht mehr sicher bewegen lässt.„Dann ist professionelle Hilfe gefragt“, sagt der Stationsleiter.

Unternehmen aus der Region

Batterie: Nach Schäden genauer hinschauen

Die Sorge vor einem Batteriebrand ist weit verbreitet. Laut dem Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) gibt es jedoch keine Hinweise darauf, dass E-Autos häufiger brennen als Benziner oder Dieselfahrzeuge. Im normalen Fahrbetrieb sorgen Sicherheitssysteme dafür, dass die Batterie innerhalb der vorgesehenen Betriebsgrenzen bleibt und überwacht wird. Nach einem Unfall oder hartem Aufsetzen am Batteriegehäuse ist jedoch Aufmerksamkeit gefragt. Wird die Hochvoltbatterie beschädigt und kommt es zu einem Brand, kann sich das Feuer intensiver und über einen längeren Zeitraum entwickeln. „Von außen lässt sich meist nicht zuverlässig beurteilen, ob die Batterie unbeschädigt geblieben ist. Deshalb sollte sie nach einem Schadensereignis fachkundig geprüft werden - zum Beispiel über Diagnoseschnittstellen“, sagt Janssen. So lassen sich etwa Auffälligkeiten beim Zustand einzelner Zellen oder beim Temperaturmanagement erkennen. Auch Warnhinweise gilt es richtig einzuordnen. Nicht jede Meldung ist Grund zur Sorge. Rot leuchtende Anzeigen oder die Aufforderung zum Verlassen des Fahrzeugs sollten dagegen ernst genommen werden - ebenso, wenn sich das Auto nicht mehr sicher bewegen lässt.„Dann ist professionelle Hilfe gefragt“, sagt der Stationsleiter.

Laden: Kontakte und Kabel prüfen

Vor dem Anschließen sollte ein kurzer Check zur Routine gehören: Sind Kontakte und Stecker sauber, trocken, unbeschädigt? Schmutz oder Korrosion können den elektrischen Widerstand erhöhen. Ein beschädigtes Ladekabel darf nicht verwendet werden. „Es muss fachgerecht instandgesetzt oder ersetzt werden. Mit Klebeband selbst Hand anzulegen, ist keine gute Idee. Ebenfalls gilt dies für das Fahrzeug, denn insbesondere die orangefarben gekennzeichneten Hochvoltkabel und -komponenten dürfen nicht von Laien ausgetauscht oder repariert werden“, warnt Janssen. Und wie sieht es bei Regen aus? Ein Schauer allein ist kein Grund, auf das Laden zu verzichten: Ladesäulen sind für normale Witterungsbedingungen ausgelegt. Eine überflutete oder beschädigte Anlage sollte dagegen nicht genutzt werden. Gleiches gilt für ein Elektroauto, das im Hochwasser stand. Batterie oder 12-Volt-System können Schaden genommen haben. Das Fahrzeug sollte dann nicht gestartet, sondern fachkundig überprüft werden.

Rekuperation: Bremsen bewusst einsetzen

Die Rekuperation entlastet die mechanische Bremse. Da die Bremsscheiben daher seltener im Einsatz sind, trocknet Feuchtigkeit schlechter ab und Rost kann sich bilden. Flugrost lässt sich meist herunterbremsen. „Bei stärkerer Korrosion hingegen, kann ein schleifendes oder unregelmäßiges Geräusch ein Hinweis auf stärkere Rostbildung sein, die den Anhalteweg verlängern kann“, sagt Janssen. Daher sollte die mechanische Bremse regelmäßig bewusst eingesetzt werden. Je nach Fahrzeug lässt sich außerdem die Stärke der Rekuperation variieren.

Lebensgefährlicher Wildwechsel im Herbst

Tipp - Autofahrer sollten in den frühen Morgen- und Abendstunden besonders aufmerksam sein und entsprechend fahren Hannover/ PR - Im Herbst steigt das Risiko von Wildunfällen deutlich. Insbesondere in den frühen Morgen- und Abendstunden sollten Autofahrer an Übergängen, zwischen Wald und Feld und während der Paarungszeit besonders aufmerksam sein. Hier einige Hinweise, wie man sich darauf vorbereiten können und was im Falle eines Wild unfalls zu tun ist.

Tierische Querungspfade an Straßen

Wildwechsel bezieht sich auf den Wechsel von Wildtieren über Straßen oder Wege, insbesondere in ländlichen Gebieten. Dies kann potenziell zur Gefahr für Autofahrer werden, da Kollisionen mit Wildtieren zu Unfällen führen können. In einigen Regionen weisen Warnschilder auf mögliche Wildwechsel hin. Zudem gibt es auch Maßnahmen zur Verhinderung von Wild unfällen, wie zum Beispiel Wildzäune und spezielle Warnsysteme für Autofahrende.

Verkehrskollision mit Haarwild

Hat man einen Unfall mit einem Haarwildtier, u.a. Reh, Hirsch, Wildschwein, Fuchs, Marder, Dachs, gilt das als Wildunfall. Bei dem entstandenen Schaden handelt es sich um einen Wildschaden. Übrigens passieren die meisten Wildunfälle in Deutschland bei einem Zusammenstoß mit einem Reh oder einem Wildschwein. Fährt man hingegen ein kleines Tier an, das nicht dem Jagdrecht unterliegt, z.B. kleinere Vögel, Igel oder Echsen, ist das kein Wildunfall. Gleiches gilt bei Unfällen mit anderen Nutztieren, wie z.B. Hunden, Katzen, Schafen oder Kühen.

Warnschild Wildwechsel

In vielen Regionen, in denen mit Wildwechsel zu rechnen ist, werden spezielle Warnschilder aufgestellt, um Autofahrer auf die mögliche Gefahr von Wildtieren auf der Straße aufmerksam zu machen. Diese Schilder dienen dazu, die Fahrer zu sensibilisieren und sie zu veranlassen, langsamer zu fahren und besonders vorsichtig zu sein, um Unfälle mit Wildtieren zu vermeiden.

Sicher unterwegs bei Wild auf der Straße

Die meisten Wildunfälle passieren in den Abend- und frühen Morgenstunden, wobei Übergangsbereiche zwischen Wald- und Feldzonen besondere Gefahrenschwerpunkte darstellen. Hier müssen Autofahrer mit regelmäßigem Wildwechsel rechnen, da die Tiere zur Äsung vom Wald auf die Felder ziehen und danach wieder den Schutz des Waldes aufsuchen. Zur Paarungszeit der Rehe im Sommer und der Hirsche und Wildschweine im Herbst und im Winter sind die Reaktionen unvorhersehbar und deshalb für Kraftfahrer noch gefährlicher. Einer Auswertung des Gesamtverbandes der Versicherer (GDV) zufolge ist übrigens das Risiko eines Wildunfalls über das Jahr hinweg ungleich verteilt: Besonders hoch ist die Gefahr demnach in den Monaten April und Mai und von Oktober bis Dezember.

Paarungszeit bei Wild

Rehe haben ihre Paarungszeit von Mitte Juli bis Anfang August. In diesen Wochen sind Rehe häufig bereits bei Tageslicht zu beobachten, aber vor allem in der Dämmerung und nachts aktiv. In dieser Zeit sind die Rehe besonders unvorsichtig und können in der Nähe von Straßen häufiger gesichtet werden. Bei Hirschen dauert die Paarungszeit von September bis Ende Oktober. Normalerweise leben Rothirsche in Rudeln zusammen - allerdings getrennt in männliche Hirschrudel und weibliche Kahlwildrudel. Zur Brunftzeit verlassen die älteren Männchen ihr Rudel und legen auf der Suche nach den Weibchen mitunter mehr als 100 Kilometer zurück. Die Paarungszeit der Wildschweine erstreckt sich normalerweise von November bis Januar, gefolgt von einer Tragzeit von etwa vier Monaten, sodass im Frühjahr durchschnittlich sechs Frischlinge geboren werden. Allerdings paaren sich Wildschweine in freier Wildbahn aufgrund milder Winter und reichhaltiger Nahrungsquellen mittlerweile fast das ganze Jahr über.

Nach einem Wild unfall richtig reagieren

• Unmittelbar nach einem Wildunfall muss man die Unfallstelle absichern: Die Warnblinkanlage einschalten, das Warndreieck in ausreichendem Abstand aufstellen.
• Gegebenenfalls Verletzte versorgen.
• Um nachfolgende Verkehrsteilnehmende nicht zu gefährden, sollte man das tote Tier von der Straße entfernen. Das Wild möglichst nur mit Handschuhen, Lappen oder ähnlichem anfassen. • Das überfahrene Tier niemals einfach mitnehmen! Man riskiert sonst eine Anzeige wegen Wilderei.
• Den Wildunfall unverzüglich bei der nächsten Polizei- und Forstdienststelle melden. Außerdem: Verletztes Wild kann aufgespürt werden und im Notfall von seinen Leiden erlöst werden.
 Schäden von einem Wildunfall trägt in der Regel die Versicherung. Die Kfz-Teilkaskoversicherung zahlt die Summe des Schadens - vorausgesetzt, es handelt sich um sogenanntes Haarwild.