Erst vor zwei Jahren feierte das Evangelische Seniorenzentrum Wilhelmshaven ganz groß sein 35-jähriges Bestehen. Und schon wieder gibt es gleich mehrere Gründe für größere Feierlichkeiten im „Evangelischen“ an der Posener Straße 41. Mit einem Tag der offenen Tür am Samstag, 9. Mai, soll zum einen das zehnjährige Bestehen der Tagespflege und zum anderen das 25-jährige Bestehen des Wohnbereichs 3 des „Evangelischen“ gefeiert werden. Von 11 bis 17 Uhr haben Interessierte die Möglichkeit, sich das gesamte Seniorenzentrum, vor allem aber die Tagespflege und den Wohnbereich 3 anzuschauen.
Eröffnet wird der Festtag mit einem Gottesdienst sowie einer Maibowle zur Begrüßung. Auf die Besucher wartet ein buntes Programm aus Musik und Tanz, dargeboten von Irmi und Freddy sowie diversen Tanzgruppen. An verschiedenen Infoständen, unter anderem vom ambulanten Hospizdienst, stehen Ansprechpartner für persönliche Beratungsgespräche bereit. Ein Demenz-Parcours informiert auf unterhaltsame Art über demenzielle Probleme im Alltag. Für die kleinen Gäste gibt es mehrere Spielstationen. Das hauseigene Café ist den ganzen Tag geöffnet. Kaffee, Kuchen, Grillwürste und andere Leckereien werden auf Spendenbasis angeboten.
Verlässliches Pflegezentrum in dieser Stadt
Die ersten 67 Bewohnerinnen und Bewohner zogen, nach knapp zwei Jahren Bauzeit, am 8. März 1989 in den Neubau des Evangelischen Seniorenzentrums Wilhelmshaven ein. Der Grundstein aber wurde bereits 1983 gelegt, als auf Initiative der evangelischen Kirchengemeinden und des Kirchenkreises Wilhelmshaven der „Verein Evangelisches Seniorenzentrum Wilhelmshaven e. V.“ gegründet wurde, der seitdem Träger des Seniorenzentrums an der Posener Straße ist. Seit der Errichtung des Seniorenzentrums wurde immer wieder in das Gebäude und das Grundstück investiert. Bereits zwölf Jahre nach der Eröffnung des „Evangelischen“ folgte der Anbau des heutigen Wohnbereichs 3.
Hier wohnen über 40 Bewohner in komfortablen Einzelzimmern mit Terrasse. Neben dem zentralen Aufenthaltsbereich - einem Treffpunkt für sämtliche Mahlzeiten und Aktivitäten - gibt es im Wohnbereich 3 den Friseur und einen Andachtsraum für die Gottesdienste. Eine gläserne Brücke bildet zusammen mit den Fluren von Neu- und Altbau eine helle Achse durch das gesamte Gebäude.
Angrenzend an den Wohnbereich 3 entstand 2016 die Tagespflege, die einen eigenen Eingang an der Albrechtstraße hat. Die Gäste der Tagespflege werden mit dem hauseigenen Fahrdienst von zu Hause abgeholt und auch wieder nach Hause gebracht.
Neubau für Kurzzeit- und Verhinderungspflege
Das Evangelische Seniorenzentrum wird seit 2020 von Uwe Wessels als Heimleitung geführt. Als neuer Heimleiter hat er seitdem viele Ersatzanschaffungen und Renovierungsarbeiten in die Wege geleitet. Das Ambiente des Hauses hat enorm gewonnen und auch so manche energetische Sanierung fand statt - zum Beispiel wurde eine neue „Photovoltaik-Anlage“ angeschafft.
Vorrangig wurde die Gestaltung und Ausstattung der Räumlichkeiten in der gesamten Einrichtung aufgewertet. Neue Fußböden und neue Bestuhlung in den Speiseräumen und im Café wurden angeschafft sowie im ganzen Haus stilvolle, farbenfrohe Akzente gesetzt.

Erst vor wenigen Tagen konnten Vorstand sowie Heimleiter Uwe Wessels und sein starkes Team zusammen mit Gästen, Handwerkern und Bewohnern ein Richtfest feiern. Derzeit entsteht nämlich ein Anbau, um verstärkt auf die Nachfrage für Kurzzeit- und Verhinderungspflege einzugehen. Zukünftig stehen hier vier hochwertige Einzelzimmer für Kurzzeit- und Verhinderungspflege zur Verfügung. Außerdem entsteht ein neues Dienstzimmer sowie ein Multifunktionsraum. Mit dem neuen Anbau wird die bisherige U-Form des Gebäudes geschlossen und somit die Logistik im gesamten Gebäudekomplex vereinfacht. Außerdem entsteht ein geschützter Innenhof, worüber sich viele Bewohner freuen. Der neue Anbau für die Kurzzeit- und Verhinderungspflege soll am 22. August dieses Jahres ebenfalls mit einem Tag der offenen Tür eingeweiht werden.
Schönes Haus mit vielen Annehmlichkeiten
Sowohl die Bewohner der Kurzzeitpflege als auch die Gäste der Tagespflege können selbstverständlich alle Annehmlichkeiten des Hauses nutzen. Zu diesen zählen viele Serviceleistungen, die in Kooperation angeboten werden: Der hauseigene Frisör, die mobile Fußpflege, die Logopäden und Therapeuten, der Zahnarzt, die Vertragsapotheke sowie viele Haus- und Fachärzte.
Hinzu kommen unzählige Betreuungsangebote einschließlich hausinterne Gottesdienste, die wöchentlich angeboten werden. Mit den Krankenhäusern der Region, sowie mit vielen Kooperationspartnern im Gesundheitswesen (wie ambulanter Hospizdienst, Palliativ-Care-Team, Kirchengemeinden und Seelsorger, Bewohnerfürsprecher, Vertragsapotheke, diverse Bildungsträger u.v.m.) besteht enge und gute Zusammenarbeit.
„Besonders stolz sind wir darauf, dass „Das Evangelische“ eine eigene Produktionsküche im Hause betreibt“, sagt Uwe Wessels. So kommen sowohl das tägliche Mittagessen als auch der Kuchen in der hauseigenen Cafeteria immer frisch auf den Tisch.


Heute wohnen im Evangelischen Seniorenzentrum insgesamt 110 Bewohner. Hinzu kommen 15 Gäste der Tagespflege und zukünftig die Gäste der Kurzzeitpflege.
Von Walburg Dittrich
