Das Altern macht bekanntlich vor niemandem Halt. Wir können es nicht aufhalten, höchstens ein wenig verzögern, denn der Alterungsprozess unseres Körpers und auch unseres Geistes ist komplex und von vielen Faktoren abhängig. Sowohl biologische Voraussetzungen durch die genetische Veranlagung, als auch äußere Faktoren bestimmen unser Lebensalter.
Fakt ist jedoch, dass ältere Menschen früher oder später nicht mehr in der Lage sind, Dinge des täglichen Lebens allein zu meistern. Doch es gibt eine fast schon unüberschaubare Fülle von Unterstützung und Hilfsangeboten. Ob professionelle Dienstleistung oder ehrenamtliche Hilfe in Anspruch genommen werden, passende Angebote und Anbieter gibt es viele. Spezielle Internetseiten, zum Beispiel der Kommunen, der Sozialdienste oder der Verbraucherzentralen, helfen bei der Suche nach Dienstleistungen vor Ort. Kostenlose Beratung bieten aber auch die Kranken- und Pflegekassen sowie das DRK, die Caritas oder andere Hilfsorganisationen vor Ort. Erster Ansprechpartner sind jedoch oft die Senioren- und Pflegestützpunkte (SPN) der Kommunen oder Landkreise. Sie beraten kostenlos hilfe- und pflegebedürftige Menschen sowie Seniorinnen und Senioren und deren Angehörigen in allen Fragen rund um das Thema Pflege und Alter. Der Senioren- und Pflegestützpunkt ist eine kostenfreie, neutrale und vertrauliche Anlaufstelle. Die Senioren- und Pflegestützpunkte verfügen über ein lokales Netzwerk von ehrenamtlichen, nachbarschaftlichen und professionellen sozialen Hilfsanbietern. Der SPN hilft bei der Organisation der erforderlichen Leistungen und vermittelt die notwendigen Kontakte. Das Ziel ist immer die Eigenständigkeit und selbstbestimmte Lebensführung, die so lange wie möglich erhalten bleiben soll.
Senioren- und Pflegestützpunkte informieren und beraten zu folgenden Themen:
- Beratungs- und Hilfsangebote im vorpflegerischen Bereich
- Kontaktvermittlung zu Sozialdiensten und Pflegeeinrichtungen
- Gesundheitliche Vorsorgeplanung bei schweren Erkrankungen (z. B. Patientenverfügung)
- Gesprächsangebot rund um das Thema Demenz
- Präventionsberatung für Jung und Alt im Hinblick auf das Älterwerden in unserer Gesellschaft
- Wohnberatung
- Leistungen der Pflegeversicherung (Antragstellung, Ermittlung des Pflegegrades, Kurzzeitpflege, Verhinderungspflege, teil- und stationäre Angebote)
- Gesetzliche Sozialleistungen (Grundsicherung, Wohngeld)
- Ambulante Hilfen zur Unterstützung der Lebensführung und allgemeine Betreuung (Nachbarschaftshilfe, Seniorenbegleitung, Haushaltshilfen, Essen auf Rädern)
- Vermittlung ehrenamtlicher Begleitpersonen
- Möglichkeiten zur Erhaltung der sozialen Kontakte und Teilnahme am öffentlichen Leben
