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Smarthome-Sicherheit: Sicher, auch wenn niemand zu Hause ist

Damit alle Teile gut zusammenarbeiten, sollten sie demselben Smarthome-System angehören. Dann kann etwa der Türschlossantrieb automatisch die Alarmanlage scharf schalten, wenn abgeschlossen wird. BILD: djd/eQ-3 AG/Gabriel Lorenz

Haustechnik Smarthome-Systeme: Sicherheitskameras mit Live-Übertragung, Bewegungsmelder, Smart Locks und Rauch- und Wasserdetektoren, kabellose Nachrüstung und zentrale Steuerung per App

Diese Situation kennt wohl jeder: Man ist unterwegs, sitzt im Café, Zug oder Büro und macht sich plötzlich Sorgen um die Lage zu Hause: Habe ich die Haustür abgeschlossen? Geht es dem Hund gut? Und was, wenn sich gerade jemand an der Tür oder am Fenster zu schaffen macht? Beruhigend wirkt es, wenn man auch unterwegs weiß, dass zu Hause alles in Ordnung ist. Moderne Smarthome-Technik kann dabei mehr, als Licht und Heizung steuern. Mit der Integration von Kameras, Sensoren und Alarmsirenen sorgt das intelligente Zuhause für mehr Sicherheit. Durch die Flexibilität solcher Lösungen bieten sie sogar mehr Funktionen als die klassische Alarmanlage.

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Kameras als Teil des Sicherheitssystems

Kameras sind in einer modernen Smarthome-Lösung mehr als reine Überwachungsgeräte, sie sind aktiver Bestandteil des vernetzten Sicherheitssystems BILD: djd/eQ-3 AG/Gabriel Lorenz
Kameras sind in einer modernen Smarthome-Lösung mehr als reine Überwachungsgeräte, sie sind aktiver Bestandteil des vernetzten Sicherheitssystems BILD: djd/eQ-3 AG/Gabriel Lorenz

Der Smarthome-Hersteller eQ-3 etwa bietet für sein Homematic IP System Sicherheitskameras, Smart Locks, Bewegungsmelder, Rauch- und Wasserdetektoren an, mit denen ein Gebäude vor Einbruch, Feuer- und Wasserschäden geschützt werden kann. Dank kabelloser Funktechnik können solche Geräte unkompliziert nachgerüstet werden. Gesteuert wird alles über eine einzige App, mit der man auch von unterwegs daheim nach dem Rechten sehen kann. Kameras sind in so einer modernen Smarthome-Lösung mehr als reine Überwachungsgeräte, sie sind aktiver Teil des vernetzten Sicherheitssystems. Über einen Live-Feed lassen sich Video und Audio in Echtzeit abrufen. Dank intelligenter Bewegungserkennung reagieren die Kameras nur dann, wenn es relevant ist, auf Wunsch informiert eine Push-Nachricht beim Start der Aufnahme. Über einen integrierten Lautsprecher und ein Mikrofon ist zudem eine direkte Kommunikation möglich, etwa um Besucher anzusprechen oder im Ernstfall Präsenz zu zeigen.

Vorteile gegenüber klassischer Alarmanlage

Anders als bei einer klassischen Alarmanlage erfüllen viele Komponenten mehrere Aufgaben. So kann ein Fensterkontakt die Heizung beim Lüften herunterregeln und zugleich Alarm schlagen, falls das Fenster unbefugt geöffnet wird. Bewegungsmelder können das Licht schalten und sichern das Zuhause, wenn niemand daheim ist. So macht sich die Anschaffung der Komponenten doppelt bezahlt. Damit alle Teile gut zusammenarbeiten, sollten sie demselben System angehören. Bei Homematic IP etwa schaltet der Türschlossantrieb automatisch die Alarmanlage scharf, wenn abgeschlossen wird.

IT-Sicherheit beachten

Die vernetzten Geräte sollten auch selbst gut geschützt sein. Sichere Systeme lassen sich an Prüfsiegeln unabhängiger Institute erkennen. So testet etwa der VDE Smarthome-Systeme jährlich auf ihre Protokoll-, IT- und Datensicherheit. Bei der Verwendung von Sicherheitskameras sollten Nutzer darauf achten, dass Videodaten nur lokal oder auf Servern in Deutschland gespeichert werden. djd


Die dunkle Jahreszeit

Hochsaison für Einbrecher

Im Herbst beginnt die Hochsaison für Einbrecher: Einbruchhem-mende Rollläden, Türund Fenstergitter sowie smarte Steuerungs-technik schrecken Täter ab und schützen das Zuhause. BILD: txn/Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)
Im Herbst beginnt die Hochsaison für Einbrecher: Einbruchhem-mende Rollläden, Türund Fenstergitter sowie smarte Steuerungs-technik schrecken Täter ab und schützen das Zuhause. BILD: txn/Bundesverband Rollladen + Sonnenschutz e.V. (BVRS)

Was für ein Schock beim Nachhausekommen! Durch das eingeschlagene Wohnzimmerfenster hat es hineingeregnet, überall Glasscherben, Dreck und feuchte Schuhabdrücke. Sämtliche Schränke sind durchwühlt: Ihr Inhalt liegt auf dem Fußboden. Bargeld, Uhren, Schmuck, Laptop und Tablet - alles weg!

Mit der dunklen Jahreszeit beginnt die Hochsaison für Einbrecher. Daran erinnert die Polizei mit dem „Tag des Einbruchschutzes“ am 25. Oktober 2026 und mahnt: Viele Einbrüche können durch richtiges Verhalten, aufmerksame Nachbarn und den Einbau professioneller Sicherheitstechnik verhindert werden.

Einbruchschutz wirkt - jeder zweite Versuch scheitert

Wer hofft, gestohlene Wertgegenstände und Familienerbstücke jemals wiederzusehen, wird meist enttäuscht: Die Aufklärungsquote bei Einbrüchen lag laut bundesweiter Kriminalstatistik im Jahr 2024 bei 15,3 Prozent. Die gute Nachricht: Rund die Hälfte (45,7 Prozent) der Taten blieben im Versuchsstadium stecken - oft, weil die Täter an Sicherheitsvorkehrungen scheiterten.

Das Zuhause gut sichern

„Einbrecher suchen sich gezielt schlecht gesicherte Häuser und Wohnungen aus. Schon heruntergelassene, einbruchhemmende Rollläden schrecken die Täter in der Regel ab,“ sagt Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rollladen + Sonnenschutz e. V. (BVRS). Aus Angst entdeckt zu werden geben Einbrecher laut Polizei nach etwa fünf Minuten auf. Plück empfiehlt deshalb eine individuelle Sicherheitsberatung durch einen Fachbetrieb des Rollladenund Sonnenschutztechniker-Handwerks (R+S-Fachbetrieb): „Deren Experten erkennen die Schwachstellen und schützen sie durch eine entsprechende Nachrüstung.“

Das Eindringen verhindern

Während Alarmanlagen erst anschlagen, wenn der Einbruch bereits in vollem Gange ist, verhindern einbruchhemmende Rollläden das Eindringen von vornherein. Mit ihrem robusten Rollpanzer, verstärkten Führungsschienen und Hochschiebesicherungen lassen sie sich nur mit großem Aufwand überwinden. Dank smart gesteuerter Motoren können Rollläden automatisch bewegt werden und damit Anwesenheit der Hausbewohner simulieren - ein weiterer Faktor, der Einbrecher abschreckt. Denn: Täter scheuen das Risiko, auf Bewohner zu treffen.


Sicherheit lässt sich planen

25. Oktober: Tag des Einbruchschutzes

Ein Einbruch verursacht nicht nur materielle Schäden. Gut, wenn eine Hausratversicherung zumindest die finanziellen Folgen auffängt. BILD: sdecoret/AdobeStock/BarmeniaGothaer
Ein Einbruch verursacht nicht nur materielle Schäden. Gut, wenn eine Hausratversicherung zumindest die finanziellen Folgen auffängt. BILD: sdecoret/AdobeStock/BarmeniaGothaer

Ein Einbruch trifft viele Menschen nicht nur materiell, sondern auch emotional. Wenn Fremde die eigene Privatsphäre verletzt haben, wird das für Betroffene oft zu einer tiefgreifenden psychischen Belastung. Der bundesweite „Tag des Einbruchschutzes“ am 25. Oktober erinnert daran, wie wichtig es ist, rechtzeitig vorzusorgen - mit der passenden Technik, aufmerksamen Nachbarn und einer wirksamen Versicherung.

Einbruchschutz beginnt mit Aufmerksamkeit: Wer beim Verlassen der Wohnung Fenster und Türen sorgfältig sichert und den Eindruck von Abwesenheit vermeidet, gerät deutlich seltener ins Visier von Einbrechern. Unterstützung kommt dabei auch von moderner Technik - etwa durch Bewegungssensoren mit Licht, Überwachungskameras oder Alarmanlagen. Noch überzeugender wirken sie, wenn sie Teil eines Smart-Home-Systems sind. Dann lassen sich auch Beleuchtung oder Rollläden zufällig steuern - und das Zuhause wirkt bewohnt, selbst wenn niemand da ist.

Trotz aller Vorkehrungen ist ein Einbruch nie ausgeschlossen. Umso wichtiger ist ein Versicherungsschutz, der im Ernstfall greift. Die finanziellen Folgen lassen sich durch eine Hausratversicherung abmildern, die auch Einbruchund Diebstahlschäden übernimmt. Die meisten Versicherungen legen dafür eine Versicherungssumme von 600 bis 700 Euro je Quadratmeter Wohnfläche fest. „Wer unterversichert ist, riskiert im Schadensfall, dass nur ein Teil der Summe übernommen wird. Deswegen sollten Versicherungssumme und Entschädigungsgrenze nicht zu niedrig gewählt werden“, rät Lorenzo Attardo, Schadenleiter bei der Barmenia Gothaer.

Auch technische Geräte wie Smartphones oder Laptops sowie Schmuck und Bargeld sind über die Hausratversicherung abgesichert. Weniger bekannt ist: Sogar der Missbrauch gestohlener Bankkarten oder der Verlust persönlicher Gegenstände im Krankenhaus oder am Arbeitsplatz kann je nach Vertrag mitversichert sein.

Weitere Informationen unter www.barmeniagothaer.de und unter www.k-einbruch.de. txn


„Haustierimmune Bewegungsmelder“ gibt es nicht

So vermeidet man, dass die Einbruchsicherung falsche Alarme auslöst

Maßgeschneiderte Sicherheitstechnik verhindert, dass Haustiere Falschalarme auslösen. BILD: Foto: djd/Telenot/New Africa - stock.adobe.com
Maßgeschneiderte Sicherheitstechnik verhindert, dass Haustiere Falschalarme auslösen. BILD: Foto: djd/Telenot/New Africa - stock.adobe.com

Simba, Nala oder Luna: Vierbeinige Mitbewohner gehören für viele Deutsche fest zur Familie. Fast 44 Prozent aller Haushalte beherbergen ein Haustier, für 2024 haben die Statistiker rund 33,9 Millionen Heimtiere gezählt. Doch wenn es um Sicherheit geht, müssen sich Tierhalterinnen und -halter darüber im Klaren sein, dass Sicherheits- und Alarmtechnik nicht zwischen Mensch und Tier unterscheiden kann. Wer Haustiere hat, muss daher das Alarmsystem in den heimischen vier Wänden besonders sorgfältig planen und individuell anpassen lassen. Zuverlässige Sicherheit mit frei laufenden Haustieren gibt es nur mit zertifizierten Systemen und individueller Planung im Vorfeld.

„Bewegungsmelder unterscheiden nicht zwischen Menschen und Tieren“

„Sichere Bewegungsmelder können weder wiegen noch messen, noch zwischen Menschen und Tieren unterscheiden“, erklärt Stefan Metzroth vom Sicherheitstechnik-Hersteller Telenot. Die Sensoren detektieren Wärmeänderung und Objektbewegung im Raum. Das wird problematisch, wenn Garfield durchs Wohnzimmer streift oder Lassie schwanzwedelnd meldet, dass Nachbars Lumpi vorbeikommt. 

Die Planung einer Alarmanlage muss individuell auf das Haus und die Bedürfnisseseiner Bewohner zugeschnitten sein. Das gilt nicht nur für Haushalte mit Hunden oder Katzen. BILD: djd/Telenot
Die Planung einer Alarmanlage muss individuell auf das Haus und die Bedürfnisseseiner Bewohner zugeschnitten sein. Das gilt nicht nur für Haushalte mit Hunden oder Katzen. BILD: djd/Telenot

Als Folge können Falschalarme ausgelöst werden - ärgerlich für die Bewohner und unter Umständen teuer, wenn dabei ein Sicherheitsdienst alarmiert wird. Manche Hersteller bieten sogenannte tierimmune Bewegungsmelder an. Doch die halten häufig nicht, was sie versprechen. Melder, die vermeintlich Körper unterhalb einer definierten Größe oder eines festgelegten Gewichts nicht erkennen, sind insgesamt lediglich unempfindlicher oder sparen bestimmte, etwaig sicherheitsrelevante Bereiche aus. Darunter leidet die Sicherheit - Falschalarme sind immer noch möglich, und ein versierter Einbrecher kann die Sensoren gezielt täuschen.

Nur individuell geplante und zertifizierte Systeme geben echte Sicherheit

Laut Stefan Metzroth gibt es nur maßgeschneiderte Lösungen für sichere Alarmanlagen, die Tiere mitberücksichtigen. Entscheidend ist eine fachgerechte Analyse, Projektierung und Montage mit einem zertifizierten System, das von der VdS Schadenverhütung geprüft ist. Solche maßgeschneiderten Lösungen können zum Beispiel nur bestimmte Türen und Fenster überwachen, einzelne Räume für Tiere aussparen oder sich temporär abschalten. „Besten Schutz und Sicherheit von der Stange gibt es nicht“, ergänzt Stefan Metzroth. djd